{"id":42,"date":"2007-07-10T03:12:00","date_gmt":"2007-07-10T01:12:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schmidtswelt.net\/wollopress\/?p=42"},"modified":"2009-07-10T03:05:50","modified_gmt":"2009-07-10T01:05:50","slug":"die-offentlichen-verkehrsmittel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.schmidtswelt.net\/?p=42","title":{"rendered":"Die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel"},"content":{"rendered":"<p>In meinem Post von gestern hab ich ja die Taxifahrt erw\u00e4hnt und auch, dass man dabei handeln kann. Darum will ich kurz beschreiben, wie es hier in Arequipa und in Peru generell mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln l\u00e4uft. Dadurch kriegt ihr auch einen kleinen Einblick, wie ich mich hier so fortbewege.<\/p>\n<p>Die Taxis:<br \/>Es gibt hier in Arequipa jede Menge Taxis. Meistens ganz kleine, gelbe Autos, die durch die Stra\u00dfen fahren auf der Suche nach Kundschaft. Wenn man eins braucht, winkt man einfach. Letzte Woche hab ich mal mit jemand von der Sprachschule am Stra\u00dfenrand gestanden. Und beim Erkl\u00e4ren hab ich irgendwie gestikuliert. Kurz darauf stand schon ein Taxi da, weil der Taxista dachte ich winke ihm.<br \/>Bei der Auswahl des Taxis sollte man auch darauf achten, dass es ein &#8222;sicheres&#8220; Taxi ist, also registriert mit Nummer und Lizenz und so. Sonst k\u00f6nnte es schon auch passieren, dass man irgendwo anders hingefahren und ausgeraubt wird. (In Lima ist das anders, da muss man auf gut Gl\u00fcck, bzw. im Vertrauen auf Gott die Taxis nehmen und hoffen, dass der Fahrer keinen Mist macht). Die meisten Taxis hier haben gro\u00dfe Schilder auf dem Dach, wo der Name des Taxi-Unternehmens und Telefonnummer und so draufsteht. &#8222;Tourismo Arequipa&#8220;, &#8222;Los Angeles&#8220;, &#8222;PLUS&#8220; oder &#8222;45&#8220; sind einige der vertrauensw\u00fcrdigen Taxis. Ich bin auch schon mal mit &#8222;Espiritu Santo&#8220; gefahren. Ist doch nett, mit dem &#8222;Heiligen Geist&#8220; unterwegs zu sein. \ud83d\ude42<br \/>Naja, nach dem Anhalten eines Taxis sagt man wohin man m\u00f6chte und bevor man einsteigt handelt man den Preis aus. Der Taxista sagt, was er m\u00f6chte und meistens kann man noch 50 Centimos runterhandeln. Es sei denn, er denkt Du bist ein dummer Gringo und nennt einen v\u00f6llig \u00fcberh\u00f6hten Preis. Da bringt dann das Handeln wenig, denn um sein Gesicht nicht zu verlieren kann er ja nicht um 5 Soles runtergehen oder so. Und ganz ehrlich, man will sich auch nicht f\u00fcr dumm verkaufen lassen.<br \/>Andererseits sind die Preise nat\u00fcrlich schon herb im Vergleich zu Deutschland. Von meinem Haus in die Schule oder zur Kirche zahl ich 3,50 Soles. Das ist nicht mal ein Euro. Und daf\u00fcr werd ich quer durch die Stadt kutschiert, direkt dahin, wo ich hin will. Da kann man sich nicht beschweren.<br \/>Allerdings geht&#8217;s noch billiger. Und zwar mit dem<\/p>\n<p>Bus:<br \/>Busfahren ist auch ein Erlebnis f\u00fcr sich. Und der Preis ist unschlagbar: 60 Centimos, also 15 Eurocent f\u00fcr egal wohin. Nat\u00fcrlich festgelegt auf die Route des Buses. Aber daf\u00fcr f\u00e4hrt man schon mal ne halbe Stunde durch die Stadt.<br \/>Bushaltestellen gibt&#8217;s keine. Man stellt sich einfach an die Stra\u00dfe und winkt. Wie beim Taxi.<br \/>Ein Bus hat immer eine &#8222;Crew&#8220; von zwei Leuten: Den Busfahrer und den &#8230; und den anderen. Der &#8222;andere&#8220; steht an der T\u00fcr des Buses, kuckt, ob wer einsteigen will, macht T\u00fcr auf und zu, kassiert das Geld und ruft dem Fahrer zu wenn jmd. aussteigen will. Eine weitere Aufgabe ist auch, dass er immer wieder &#8222;Werbung&#8220; macht f\u00fcr die Buslinie. Das hei\u00dft, wenn der Bus irgendwo vorbeikommt wo viele Leute rumstehen, \u00f6ffnet er die T\u00fcr und schreit (laut, schnell und &#8211; f\u00fcr mich &#8211; oft unverst\u00e4ndlich) hinaus, wohin der Bus alles f\u00e4hrt. So sollen so viele Leute wie m\u00f6glich mitgenommen werden.<br \/>Es gibt auch keine Begrenzung, wie viele Leute einsteigen k\u00f6nnen. Einmal war es echt herb, als ich nach Horacio zum CVJM gefahren bin. Gl\u00fccklicherweise hatte ich noch einen Sitz bekommen. Denn der Bus wurde voller und voller. Irgendwann waren die Leute echt dichtgedr\u00e4ngt und ich dachte, da geht nicht mehr. Doch schon wieder hielt der Bus und einige Leute stiegen ein. Und das passierte noch ein paar Mal ohne dass Leute ausstiegen. Irgendwann war so gequetscht voll, dass der Mann an der T\u00fcr gar nicht mehr in den Bus kam. Ich konnte sehen, dass er grade noch mit den Fu\u00dfspitzen auf dem Trittbrett der T\u00fcr stand und er fasste durch das Fenster NEBEN der T\u00fcr um sich noch an was festhalten zu k\u00f6nnen. Das war schon \u00fcbel. Von der Gefahr f\u00fcr ihn und die Passagiere gar nicht zu reden.<br \/>Naja, wenn man dann irgendwann aussteigen will, ruft man dem Mann an der T\u00fcr einfach zu &#8222;Baja escina&#8220;, was soviel hei\u00dft wie &#8222;an der Ecke aussteigen&#8220;.<br \/>Naja, aber ist auch irgendwie ne lustige Sache. Macht Spa\u00df sich wie ein ganz normaler Peruaner fortzubewegen und ist auch nett Leute im Bus zu beobachten.<br \/>Eine lustige Geschichte hab ich noch geh\u00f6rt. Vor einigen Jahren hat mal ein Sprachsch\u00fcler der frisch begonnen hatte Spanisch zu lernen einen Bus genommen, um zur Schule zu fahren. Und es war zwar die richtige Linie, allerdings die falsche Richtung. Das merkte er irgendwann, doch blieb er sitzen, weil er hoffte, dass der Bus ja mal wieder umdrehen muss. Warum auch immer, er tat es nicht und irgendwann fand er sich mitten in der Pampa wieder, ziemlich weit von Arequipa entfernt, ohne gute Sprachkenntnisse. Zwei Tage war er verschollen. Er hatte sich dann bei einem Bauern als Arbeiter verdingt und ein bisschen Geld verdient, um in Arequipa anrufen zu k\u00f6nnen. Dann konnte er abgeholt werden. Irgendwie lustig, aber darum nehm ich nur Busse, die ich auch kenne. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem Post von gestern hab ich ja die Taxifahrt erw\u00e4hnt und auch, dass man dabei handeln kann. Darum will ich kurz beschreiben, wie es hier in Arequipa und in Peru generell mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln l\u00e4uft. 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